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CBM stellt Hilfsprojekte auf Krisenmodus um

laufende Projekte

GDN - Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich. Das Virus breitet sich über die ursprünglich betroffene Provinz Ituri hinaus aus. Für den zirkulierenden Bundibugyo-Virenstamm steht bislang kein Impfstoff zur Verfügung. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) reagiert deshalb nicht nur mit zusätzlichen 150.000 Euro Soforthilfe. Gemeinsam mit ihren lokalen Projektpartnern richtet sie bestehende Gesundheits-, Hygiene- und Inklusionsprojekte gezielt auf die neue Lage aus. So sollen die Ausbreitung des Virus eingedämmt, das Gesundheitssystem entlastet und besonders gefährdete Menschen geschützt werden – darunter auch Menschen mit Behinderungen.
Die Demokratische Republik Kongo erlebt derzeit ihren 17. Ebola-Ausbruch. Neben den gesundheitlichen Folgen wächst in vielen Gemeinden die Verunsicherung. Gerüchte und Misstrauen erschweren die Arbeit von Helferinnen und Helfern. Gleichzeitig stößt das Gesundheitssystem vielerorts an seine Grenzen. Die CBM hat deshalb umgehend bestehende Gesundheits-, Hygiene- und Inklusionsprojekte angepasst, um schnell auf die Krise zu reagieren. Auch Projekte zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten integrieren jetzt zusätzliche Schutz- und Aufklärungsmaßnahmen.
Aufklärung ist ein zentraler Bestandteil der Hilfsmaßnahmen. Über lokale Radiosender, Gemeindehelfer sowie Organisationen von Menschen mit Behinderungen vermittelt die CBM Informationen zu Ansteckungswegen und Schutzmaßnahmen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, werden Informationen in lokalen Sprachen sowie in zugänglichen Formaten wie Brailleschrift, Gebärdensprache und Piktogrammen bereitgestellt. Ergänzend besuchen geschulte Freiwillige Gemeinden, beantworten Fragen der Bevölkerung und wirken so Gerüchten entgegen.
Gleichzeitig unterstützt die CBM Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Kirchen und öffentliche Einrichtungen mit barrierefreien Handwaschstationen. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeitenden Schutzausrüstung – darunter Atemschutzmasken, Gesichtsvisiere, Handschuhe, Gummistiefel und Ganzkörperschutzanzüge. Gesundheitsfachkräfte, Soforteinsatzteams sowie lokale Helfer werden zusätzlich in Infektionsprävention und Krisenbewältigung geschult. Ein weiterer Schwerpunkt ist psychosoziale Unterstützung: Schulungen, Gesprächsgruppen und Stressbewältigung sollen Ängste abbauen und die Resilienz der Gemeinden stärken.

„Ein Ebola-Ausbruch betrifft nicht nur die Menschen, die erkranken. Ganze Gemeinden geraten unter Druck. Viele haben Angst, andere verlieren das Vertrauen in Helfer oder Gesundheitseinrichtungen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir auf bestehende Strukturen zurückgreifen können. So erreichen wir die Menschen schnell und können dort unterstützen, wo die Not am größten ist“, sagt Till Küster, Leiter der Humanitären Hilfe bei der CBM.
Quelle: CBM
Cbm
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